Ringlicht fürs Smartphone: worauf beim Kauf achten

Ringlicht fürs Smartphone: worauf beim Kauf achten

Talkis Tipp
  • Nicht die Größe entscheidet, sondern die Lichtqualität: Achte zuerst auf einen hohen CRI-Wert (ab 90) und eine einstellbare Farbtemperatur, dann auf den Durchmesser.
  • Für Selfies, Videocalls und kleine Tischaufbauten am Schreibtisch reicht ein Ringlicht mit rund 15 bis 25 Zentimetern völlig aus. Größer wird erst bei Ganzkörper-Setups nötig.
  • Prüfe vor dem Kauf, ob eine passende Handyhalterung dabei ist und wie das Licht mit Strom versorgt wird. Das entscheidet oft mehr über den Alltag als jede Kennzahl.
— Talki, dein Berater

Ein Ringlicht ist ein kreisförmiges LED-Licht mit einer Öffnung in der Mitte, durch die du dein Smartphone filmen oder fotografieren lässt. Weil das Licht dein Motiv von allen Seiten gleichmäßig umschließt, verschwinden harte Schatten, und der typische Ring spiegelt sich als runder Glanzpunkt in den Augen. Genau das macht Selfies, Beauty-Videos, Produktaufnahmen und Videocalls sauberer. Welches Modell zu dir passt, hängt an ein paar handfesten Eigenschaften. Die schauen wir uns der Reihe nach an.

Das Wichtigste in Kürze

Ein gutes Ringlicht fürs Smartphone erkennst du an fünf Dingen: einer einstellbaren Farbtemperatur, einem hohen Farbwiedergabeindex, stufenloser Dimmung, einem zum Einsatz passenden Durchmesser und einer stabilen Halterung für dein Telefon. Alles andere ist Zugabe. Wenn diese fünf Punkte stimmen, sieht dein Bild ruhig und natürlich aus, egal ob du iOS oder Android nutzt. Denn das Licht steht vor der Kamera, nicht im Telefon, und arbeitet mit jedem Gerät gleich.

Farbtemperatur: warm, neutral oder kühl

Die Farbtemperatur beschreibt, ob das Licht eher gelblich-warm oder bläulich-kühl wirkt, gemessen in Kelvin. Warmes Licht liegt bei etwa 3200 Kelvin und wirkt gemütlich, neutrales Tageslicht bei rund 4500 bis 5000 Kelvin, kühles Licht bei 5600 Kelvin und darüber. Die meisten Ringlichter lassen sich zwischen diesen Stufen umschalten oder stufenlos regeln.

Für Hauttöne und einen natürlichen Look ist ein neutraler Bereich meist die sicherste Wahl. Wichtig ist vor allem, dass sich die Farbtemperatur überhaupt verstellen lässt, damit du dich an das übrige Raumlicht anpassen kannst. Mischst du das Ringlicht mit einer warmen Zimmerlampe im Hintergrund, wirkt ein rein kühles Licht schnell fahl. Ein guter Grundsatz aus der Videopraxis: Stell das Ringlicht auf denselben Kelvin-Wert wie den Weißabgleich deiner Kamera-App, dann bleibt Weiß auch weiß.

CRI: damit Farben echt aussehen

Kelvin sagt dir, welche Farbe das Licht selbst hat. Wie treu es die Farben deines Motivs wiedergibt, verrät der Farbwiedergabeindex, kurz CRI oder Ra. Der Wert reicht bis 100. Für glaubwürdige Hauttöne und unverfälschte Farben solltest du zu einem Ringlicht mit einem CRI ab 90 greifen, 95 und höher ist noch besser. Billige LEDs mit niedrigem CRI lassen Haut oft blass oder leicht grünstichig wirken, und das lässt sich hinterher kaum sauber korrigieren.

Wenn ein Datenblatt zusätzlich einen guten R9-Wert nennt, ist das ein Pluspunkt: R9 steht für kräftiges Rot, das viele günstige Lichter schwach abbilden, und Rot steckt in jedem Hautton. Ein hoher CRI ist die Eigenschaft, an der du am ehesten den Unterschied zwischen einem Spielzeug und einem brauchbaren Werkzeug siehst.

Durchmesser: so groß wie nötig

Beim Ringlicht gilt: Je größer die Leuchtfläche im Verhältnis zum Motiv, desto weicher das Licht. Für die typische Smartphone-Nutzung brauchst du aber keinen Riesen. Kleine Modelle mit etwa 15 bis 25 Zentimetern Durchmesser sind gut für Selfies, Videocalls und kleine Aufbauten auf dem Schreibtisch. Größere Ringe ab rund 35 bis 45 Zentimetern kommen eher in festen Setups für längere Videos zum Einsatz, wenn du mit etwas Abstand oder halb frei im Bild sitzt.

Denk beim Durchmesser auch an den Platz. Ein großer Ring braucht ein stabiles Stativ und einen festen Standort. Ein kleiner Clip-Ring, den du direkt aufs Telefon steckst, ist dafür überall dabei, liefert aber weniger und flächigeres Licht. Überleg dir zuerst, wo und wofür du filmst, dann ergibt sich die sinnvolle Größe fast von selbst.

Dimmung, Halterung und Stromversorgung

Ein Ringlicht sollte sich stufenlos von schwach bis hell regeln lassen, damit du es an jede Raumsituation anpassen kannst, ohne geblendet zu werden. Achte auf eine ruhige, flimmerfreie Dimmung. Flackert die LED, kann die Smartphone-Kamera je nach Verschlusszeit Streifen ins Bild ziehen, die im Video besonders auffallen.

Genauso wichtig ist die Halterung. Willst du dein Telefon direkt in der Mitte des Rings montieren, brauchst du eine passende Handy-Klemme. Bei vielen Modellen liegt sie bei, bei anderen nicht. Prüf das vor dem Kauf, sonst hast du das Licht, aber keinen Platz fürs Telefon. Zuletzt die Stromversorgung: Manche Ringlichter laufen über USB und einen Netzstecker, andere über einen eingebauten Akku für unterwegs. Für den festen Schreibtischplatz reicht USB, für Aufnahmen ohne Steckdose in der Nähe ist ein Akku praktischer.

Für wen sich was lohnt

  • Für Videocalls und Homeoffice: Ein kleines, dimmbares Ringlicht mit neutraler Farbtemperatur, das per USB am Monitor oder Laptop hängt. Hier zählt gleichmäßiges Gesichtslicht, keine Bühne.
  • Für Selfies und Beauty-Videos: Ein Modell mit hohem CRI und einstellbarer Farbtemperatur, damit Hauttöne echt aussehen. Ein mittlerer Durchmesser mit fester Handyhalterung ist der bequeme Standard.
  • Für Produktfotos am Tisch: Ein größerer Ring auf einem Stativ, damit die Fläche das Objekt weich ausleuchtet. Stufenlose Dimmung hilft, Reflexionen auf glänzenden Oberflächen zu bändigen.
  • Für unterwegs: Ein kompakter Clip-Ring mit Akku, der direkt aufs Smartphone kommt. Weniger Lichtqualität, dafür immer griffbereit.

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Talkis Empfehlung

Wenn du nur auf eine Sache achten willst, dann auf den CRI. Ein Ringlicht ab CRI 90 mit einstellbarer Farbtemperatur und stufenloser Dimmung deckt die meisten Alltagsfälle ab, vom Videocall bis zum Selfie. Den Durchmesser wählst du nach Platz und Einsatz, nicht nach dem größten Modell, das du finden kannst. Und schau, dass eine Handyhalterung dabei ist und die Stromversorgung zu deinem Ort passt. Damit hast du ein Licht, das dir jahrelang gute Dienste leistet, statt in der Schublade zu landen.

Häufige Fragen

Funktioniert ein Ringlicht mit jedem Smartphone? Ja. Das Ringlicht leuchtet dein Motiv aus und steht unabhängig vor der Kamera. Es ist egal, ob dein Telefon mit iOS oder Android läuft. Nur die Halterung muss zur Breite deines Geräts passen, die meisten Klemmen sind dafür verstellbar.

Welche Farbtemperatur ist die beste? Es gibt keine einzelne beste Einstellung. Für natürliche Hauttöne ist ein neutraler Bereich um 4500 bis 5000 Kelvin ein guter Start. Wichtiger als der genaue Wert ist, dass du ihn an das Licht im Raum anpassen kannst und die Kamera-App auf denselben Weißabgleich stellst.

Wie groß sollte das Ringlicht sein? Für Selfies, Videocalls und Tischaufbauten reichen rund 15 bis 25 Zentimeter. Erst wenn du mit Abstand oder halb frei im Bild filmst, lohnt sich ein größerer Ring. Größer heißt weicheres Licht, aber auch mehr Platzbedarf und ein Stativ.

Was bedeutet der CRI-Wert? CRI steht für Farbwiedergabeindex und sagt, wie echt ein Licht Farben abbildet. Werte ab 90 gelten als gut, ab 95 als sehr gut. Bei niedrigem CRI wirken Hauttöne schnell blass oder farbstichig, und das lässt sich nachträglich kaum sauber ausgleichen.

Brauche ich zusätzlich ein Stativ? Das hängt vom Modell ab. Clip-Ringe stecken direkt aufs Telefon und kommen ohne Stativ aus, größere Ringlichter stehen auf einem eigenen. Prüf vor dem Kauf, was im Lieferumfang enthalten ist.

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