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Soundbars

Eine Soundbar holt aus deinem Fernseher den Klang, den die flachen TV-Lautsprecher nicht liefern: klarere Stimmen, mehr Druck bei Filmen und Spielen, ohne dass du ein ganzes Lautsprecherset im Wohnzimmer verteilen musst. Worauf es bei der Wahl ankommt, ordnen wir hier nach Kanälen, Anschluss und Tonformat.

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Soundbar-Ratgeber: die richtige finden

Kanäle & Subwoofer

Die Kanalzahl beschreibt, auf wie viele Wege eine Soundbar den Ton verteilt. Ein 2.0-System spielt Stereo ohne eigenen Tieftöner und bleibt kompakt, gut für kleine Räume und klarere Stimmen beim Fernsehen. Eine Soundbar mit Subwoofer trägt die Bezeichnung 2.1: Der separate Bass-Würfel sorgt für spürbaren Tiefton bei Filmen und Musik. Mit 3.1 kommt ein eigener Center-Kanal dazu, der Dialoge sauberer aus der Mitte löst. Systeme ab 5.1 verteilen den Ton auf zusätzliche Surround-Wege und schaffen ein räumlicheres Klangbild. Die Endziffer in Angaben wie 5.1.2 oder 11.1.4 steht für nach oben strahlende Kanäle, die zusammen mit Dolby Atmos eine Höhenebene aufbauen.

Anschluss an den TV

Für die Tonübertragung verbindest du die Soundbar über HDMI mit dem Fernseher. Die Variante HDMI eARC überträgt auch hochauflösende Tonformate verlustfrei und reicht Lautstärke und Einschalten über die TV-Fernbedienung durch. Hat dein Fernseher keinen passenden HDMI-Anschluss, ist der optische Eingang (Toslink) die Alternative, er überträgt komprimierten Mehrkanalton zuverlässig. Bluetooth dient vor allem dem kabellosen Streamen vom Smartphone und ersetzt die feste TV-Verbindung nicht.

HDMI-Anschluss: ARC oder eARC

Über HDMI ARC schickt der Fernseher den Ton seiner Apps und Sender an das Gerät zurück, eARC überträgt zusätzlich verlustfreie Formate. Modelle wie die Sony HT-S2000, die LG SQC4R oder die Samsung HW-Q810GF haben einen eARC-Anschluss, die Samsung HW-B410GF und die Hisense HS2000 nutzen HDMI ARC, die Samsung HW-A430 verbindet sich optisch und per Bluetooth. Welche HDMI-Version dein Fernseher hat, klärt der Ratgeber HDMI 2.1 am Fernseher, das Kabel dazu findest du unter HDMI-Kabel.

Bluetooth-Soundbar: Musik vom Smartphone

Per Bluetooth spielst du Musik und Podcasts direkt vom Smartphone, Tablet oder Laptop. Auch kompakte 2.0-Modelle wie die JBL Bar 2.0 All-in-One oder die Schneider 2.0 können das. Einige Geräte, etwa die Samsung HW-C410G, verbinden sich zudem kabellos mit einem passenden Fernseher. Die Bluetooth-Version, zum Beispiel 4.2 oder 5.0, steht in den technischen Daten. Was sie für die Reichweite bedeutet, erklärt der Beitrag Bluetooth-Reichweite und Klassen, die Rolle der Codecs der Ratgeber zu aptX, LDAC und AAC.

Tonformate

Dolby Atmos und DTS sind die Formate für räumlichen Klang. Dolby Atmos ergänzt das Stereobild um eine Höhenebene, sodass Regen oder ein Hubschrauber von oben zu kommen scheinen. Den vollen Effekt liefern Soundbars mit nach oben gerichteten Treibern. DTS deckt als zweiter Standard viele Blu-rays und Streaming-Dienste ab. Welche Formate eine Soundbar wirklich verarbeitet, steht in den technischen Daten des jeweiligen Modells.

Streaming & Multiroom

Modelle mit WLAN binden sich ins Heimnetz ein und lassen sich per AirPlay vom iPhone oder per Chromecast vom Android-Gerät direkt bespielen. So spielst du Musik ohne Umweg über Bluetooth, und in einem Multiroom-System ziehst du denselben Ton in mehrere Räume. Einige Soundbars reagieren zusätzlich auf Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant.

Soundbar mit WLAN

Mit WLAN hängt das Gerät im Heimnetz und ist beim Streamen nicht an die Bluetooth-Reichweite des Handys gebunden. Die Samsung HW-QS710GF und die HW-S67B unterstützen dazu Apple AirPlay 2 und Spotify Connect, die HW-Q810GF und die HW-S810GD lassen sich außerdem über Amazon Alexa steuern. Steht ein kompatibler Samsung-Fernseher daneben, spielen TV-Lautsprecher und Klangleiste per Q-Symphony gemeinsam. Die Geräte dieser Marke findest du gesammelt unter Samsung-Auswahl.

Wireless Soundbar: was kabellos läuft

Kabellos ist bei solchen Modellen der Weg des Tons, nicht die Stromversorgung: Das Gerät selbst hängt in der Regel an der Steckdose. Ohne Leitung kommen Musik vom Zuspieler per Bluetooth oder WLAN und bei vielen Sets das Signal zum Subwoofer. Die Samsung HW-S810GD und die HW-QS710GF arbeiten mit einem kabellosen Subwoofer, die LG SQC4R ergänzt ihn um zwei kabellose Rücklautsprecher. Diese Boxen brauchen ebenfalls Strom, ersparen dir aber lange Lautsprecherkabel quer durch den Raum.

Aufstellung & Breite zum Fernseher

Die Soundbar sollte ungefähr so breit wie der Fernseher sein, damit Bild und Ton zueinander passen. Gängige Modelle liegen zwischen rund 60 und 120 Zentimetern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Soundbar vor dem TV-Fuß Platz hat oder die Bildschirmunterkante verdeckt, und ob du sie alternativ an die Wand montieren willst.

Online kaufen: neu oder geprüfte zweite Wahl

Je nach Verfügbarkeit liegt ein Modell fabrikneu oder als geprüftes Gerät zweiter Wahl vor: Retouren, Ausstellungsstücke oder Geräte mit Verpackungs- oder Transportschäden; den konkreten Zustand nennt die jeweilige Artikelbeschreibung. Geräte zweiter Wahl gehen erst nach einem Funktions- und Optik-Check in den Versand. Passt dir das Gerät im Wohnzimmer nicht, hast du 30 Tage Rückgaberecht. Für die Montage an der Wand gibt es Soundbar-Halterungen und passend dazu TV-Wandhalterungen.

Modelle im Überblick

Modell Kanäle Subwoofer Anschluss
JBL Bar 2.0 All-in-One (MK2) 2.0 Nein HDMI, optisch, Bluetooth
Samsung HW-A430 2.1 Ja optisch, Bluetooth
LG SQC4R 4.1 Ja, kabellos HDMI eARC
Samsung HW-S810GD 3.1.2 Ja, kabellos WLAN
Samsung HW-QS710GF 3.1.2 Ja, kabellos WLAN, AirPlay 2
Samsung HW-Q810GF 5.1.2 Ja HDMI eARC, WLAN

Die genaue Ausstattung steht jeweils in den technischen Daten des Modells.

Häufige Fragen

2.1 oder 5.1: Was reicht mir?

Für normales Fernsehen und kleinere Räume genügt eine Soundbar mit Subwoofer im 2.1-Format: klare Stimmen plus spürbarer Bass. Wer viele Filme schaut oder einen größeren Raum beschallen will, profitiert von 5.1 und mehr, weil der Ton dann auch von den Seiten kommt und räumlicher wirkt.

HDMI eARC oder optisch?

HDMI eARC ist die bessere Wahl, weil es hochauflösende Tonformate wie Dolby Atmos verlustfrei überträgt und Lautstärke sowie Einschalten über die TV-Fernbedienung steuert. Der optische Anschluss ist die solide Alternative, wenn der Fernseher kein passendes HDMI bietet, überträgt aber keine hochauflösenden Mehrkanalformate.

Soundbar mit oder ohne Subwoofer?

Ein separater Subwoofer liefert tieferen, druckvolleren Bass und lohnt sich für Filme und Musik. Ohne Subwoofer bleibt die Soundbar kompakter und einfacher aufzustellen, der Tiefton fällt dann dezenter aus. Wer vor allem Stimmen klarer hören will, kommt auch ohne aus.

Brauche ich Dolby Atmos?

Dolby Atmos fügt eine Höhenebene hinzu und macht Heimkino plastischer, ist aber kein Muss. Den vollen Effekt liefern nur Soundbars mit nach oben strahlenden Treibern und passend abgemischte Inhalte. Für klassisches Fernsehen und Musik reicht ein gutes 2.1- oder 3.1-System.

Die ganze Auswahl und passendes Zubehör findest du in unserer Technik & Elektronik.