Galaxy A14 oder A15: welches Einsteiger-Handy?
- Beide sind Einsteiger-Handys aus derselben A-Reihe: gleich großer Bildschirm, gleiche 5000er-Akkugröße, gleiche 50-Megapixel-Hauptkamera, gleiches Kunststoffgehäuse mit Fingerabdrucksensor an der Seite.
- Das A15 hat die echten Vorteile: ein Super-AMOLED-Display statt LCD, eine deutlich längere Update-Zusage von Samsung, eine zusätzliche Ultraweitwinkel-Kamera und etwas mehr Tempo.
- Mein Rat: Für die meisten ist das A15 die klar rundere Wahl, vor allem wegen Display und Updates. Beim A14 bleibst du, wenn dir der niedrigere Einstiegskurs wichtiger ist als das schönere Bild.
Anders als bei manchen Nachbar-Generationen sind das hier keine Zwillinge. Der Regler „Nur Unterschiede zeigen" ist voreingestellt, damit du die vier, fünf Punkte siehst, auf die es wirklich ankommt. Nimm das Häkchen raus, wenn du die komplette Ausstattung nebeneinander sehen willst.
Was gleich bleibt
Damit die Entscheidung leichter fällt, zuerst das, was du bei beiden gleich bekommst. Beide haben einen großen Bildschirm um die 6,5 Zoll mit voller HD-Auflösung und 90 Hz, also ein spürbar flüssigeres Scrollen als bei den ganz einfachen 60-Hz-Geräten. Beide stecken einen 5000er-Akku ein, der bei sparsamer Nutzung locker über den Tag trägt. Beide fotografieren mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera, die bei Tageslicht ordentliche Bilder macht. Und beide teilen sich das leichte Kunststoffgehäuse, den Fingerabdrucksensor in der Einschalttaste an der Seite, den Klinkenanschluss für Kopfhörer und den Steckplatz für eine microSD-Karte, mit der du den Speicher erweitern kannst.
Kurz: Im groben Aufbau nehmen sich die beiden wenig. Wer nur telefoniert, schreibt und ab und zu ein Foto macht, wird auf beiden Geräten zufrieden. Die Unterschiede liegen darunter, und sie sind diesmal handfester als bei vielen anderen Modellpaaren.
Die echten Unterschiede
Display. Das ist der größte Punkt. Das A14 hat einen LCD-Bildschirm, das A15 ein Super-AMOLED-Panel. Der Unterschied fällt sofort auf: tiefes Schwarz statt eines leichten Grauschleiers, kräftigere Farben und eine höhere Spitzenhelligkeit, die das Ablesen in der Sonne einfacher macht. Wenn du viel Videos schaust oder das Handy oft draußen benutzt, ist allein das ein Grund fürs A15.
Update-Versorgung. Samsung sichert dem A15 nach eigener Angabe deutlich längeren Support zu als dem A14, sowohl bei den großen Android-Versionen als auch bei den Sicherheitsupdates. Für dich heißt das: Das A15 bleibt voraussichtlich mehrere Jahre länger aktuell und sicher, bevor es aus der Versorgung fällt. Feste Enddaten nennt Samsung im Alltag nicht auf den Tag genau, deshalb ist das eine begründete Angabe nach der offiziellen Zusage und keine Garantie. Wenn du das Gerät lange behalten willst, spricht dieser Punkt klar fürs A15.
Kamera. Beide haben dieselbe 50-Megapixel-Hauptkamera. Der Unterschied liegt in der zweiten Linse: Das A15 hat eine echte Ultraweitwinkel-Kamera, mit der du mehr aufs Bild bekommst, etwa eine Häuserfront oder eine Gruppe. Beim A14 fehlt dieser Weitwinkel, dort sitzt neben der Hauptkamera nur eine kleine Hilfslinse ohne echten Mehrwert. Für den Alltag zählt am Ende vor allem die Hauptkamera, aber der zusätzliche Blickwinkel beim A15 ist ein netter Zugewinn.
Tempo. Im A15 steckt der etwas kräftigere Prozessor. Beide meistern den Alltag, also Nachrichten, soziale Netzwerke, Surfen und einfache Spiele. Das A15 hat aber ein bisschen mehr Reserve, wenn mehrere Apps offen sind oder eine App etwas anspruchsvoller wird. Ein Tempo-Wunder ist keines von beiden, das gehört zur Einsteiger-Klasse dazu.
Laden. Beide haben denselben großen Akku, das A15 nimmt den Strom aber etwas schneller auf. In der Praxis heißt das: eine kürzere Zwangspause an der Steckdose, wenn es morgens mal knapp wird. Ein kleiner, aber angenehmer Vorteil.
Alles Weitere, was gern in Tabellen steht, liegt bei diesen beiden so dicht beieinander, dass du es im Alltag nicht merkst.
Kauf das Galaxy A15, wenn
- dir ein schönes Bild wichtig ist und du den Sprung von LCD auf Super AMOLED sehen willst, gerade bei Videos und draußen in der Sonne
- du das Gerät möglichst lange nutzen möchtest und dir die deutlich längere Update-Zusage von Samsung etwas wert ist
- du gern mal weitwinklig fotografierst und die zusätzliche Ultraweitwinkel-Kamera mitnehmen willst
Bleib beim Galaxy A14, wenn
- du ein zuverlässiges Alltagstelefon fürs Wesentliche suchst und beim Einstiegskurs den Vorgänger-Bonus mitnehmen willst
- dir der Unterschied zwischen LCD und AMOLED nicht so wichtig ist, weil du das Handy vor allem zum Telefonieren und Schreiben nutzt
- du ohnehin planst, in ein paar Jahren wieder zu wechseln, und die längere Update-Versorgung deshalb keine große Rolle spielt
Ein Gedanke, den nur der Gebrauchtkauf ermöglicht
Refurbished verschiebt die Rechnung. Für ähnliches Geld bekommst du oft ein A15 im Zustand „Gut" oder ein A14 in sehr guter Erhaltung. Wer möglichst wenige Gebrauchsspuren will, fährt mit dem einfacheren Modell in besserem Zustand manchmal zufriedener als mit dem stärkeren in einfacher Erhaltung. Wer dagegen das AMOLED-Display und den längeren Update-Puffer des A15 will, nimmt dafür vielleicht ein paar Spuren mehr in Kauf. Beide Wege sind in Ordnung, es kommt darauf an, was dir wichtiger ist.
Jedes Gerät bei uns wird vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei. So weißt du vor dem Kauf, worauf du dich einlässt.
Fazit
Das ist diesmal kein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für die meisten ist das Galaxy A15 die klar rundere Wahl: gleiches Grundgerüst, aber das bessere Display, die längere Update-Versorgung, die zusätzliche Ultraweitwinkel-Kamera und etwas mehr Tempo. Das Galaxy A14 lohnt sich, wenn du den günstigeren Einstiegskurs mitnehmen willst und mit dem Wesentlichen zufrieden bist. Ein schlechtes Gerät ist keines von beiden, das A15 stapelt beim Gegenwert nur höher.