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Powerbanks

Eine Powerbank gibt dir Strom für Handy, Tablet und Kopfhörer, wenn unterwegs keine Steckdose in Reichweite ist. Welche zu dir passt, hängt vor allem an drei Zahlen: Kapazität in mAh, Ladeleistung in Watt und der Frage, ob du USB-C, Power Delivery oder kabelloses Laden brauchst.

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Powerbank-Ratgeber: die richtige finden

Powerbanks unterscheiden sich weniger im Aussehen als in ihren technischen Werten. Wer die folgenden Punkte kennt, findet schneller das passende Modell und gibt kein Geld für Leistung aus, die er nie nutzt.

Kapazität in mAh: wie oft lädt sie dein Smartphone?

Die Kapazität steht in Milliamperestunden (mAh) und sagt grob, wie viel Energie die Powerbank speichert. Ein aktuelles Smartphone hat einen Akku von etwa 4.000 bis 5.000 mAh. Eine Powerbank lädt ihn aber nicht eins zu eins: Durch Umwandlungsverluste kommen rund 60 bis 70 Prozent der angegebenen Kapazität tatsächlich im Handy an. Als grobe Orientierung:

  • 5.000 mAh reichen für etwa eine volle Smartphone-Ladung. Gut als schlanker Notnagel für die Jackentasche.
  • 10.000 mAh bringen rund eineinhalb bis zwei Ladungen. Der Allrounder für den Tag unterwegs.
  • 20.000 mAh laden ein Smartphone etwa drei- bis viermal oder versorgen mehrere Geräte über ein Wochenende.
  • 25.000 mAh und mehr sind für lange Reisen, Festivals oder das Laptop-Laden gedacht.

Ladeleistung und Anschlüsse: USB-C, Watt und Ports

Die Ladeleistung in Watt entscheidet, wie schnell deine Geräte wieder voll sind. Für ein Smartphone reichen 18 bis 22,5 Watt über USB-C aus, um in kurzer Zeit spürbar Akku nachzuladen. Willst du ein Tablet oder Laptop versorgen, brauchst du mehr: Modelle wie die Aukey Sprint Ultra (26.800 mAh) liefern bis zu 65 Watt über USB-C, genug für viele USB-C-Notebooks. Achte auf die Anschlüsse:

  • USB-C ist heute der Standard für Ein- und Ausgang und unterstützt die hohen Ladeleistungen.
  • USB-A findest du an vielen Modellen zusätzlich, etwa bei Varta Energy oder Intenso XS, um ältere Kabel weiterzunutzen.
  • Mehrere Ports laden mehrere Geräte gleichzeitig. Die Gesamtleistung teilt sich dann meist auf die Anschlüsse auf.

Quick Charge und Power Delivery: was die Schnelllade-Standards bringen

Schnellladen funktioniert nur, wenn Powerbank, Kabel und Gerät denselben Standard sprechen. Die zwei verbreiteten sind Power Delivery (PD) über USB-C und Quick Charge (QC) von Qualcomm. Modelle wie die Varta 10000 oder die Aukey Sprint Ultra beherrschen beide. Apple-Geräte und die meisten neueren Android-Handys nutzen Power Delivery. Hat deine Powerbank PD und dein Handy auch, läuft das Schnellladen automatisch. Ohne passenden Standard lädt das Gerät trotzdem, nur langsamer.

Powerbank für das Android-Handy

Fast alle aktuellen Android-Handys laden über USB-C. Damit passt jede Powerbank mit USB-C-Ausgang, dazu brauchst du nur ein Kabel mit USB-C an beiden Enden. Schnell geht es, wenn Handy und Powerbank denselben Standard nutzen, bei neueren Samsung-Galaxy-Modellen ist das USB Power Delivery. Die Intenso PD20000 trägt Power Delivery schon im Namen, die AUKEY Sprint to Go nennt 63 W im Titel. Wie Gerät und Akku dabei die Spannung aushandeln, erklärt der Ratgeber Was ist USB Power Delivery. Hat dein älteres Handy noch Micro-USB, nimmst du den USB-A-Ausgang und ein passendes Kabel.

Kabellos und MagSafe: ohne Kabel laden

Manche Powerbanks laden per Induktion (Qi). Du legst das Handy auf die Fläche, ein Kabel entfällt. Das ist bequem, aber langsamer als über USB-C. Für iPhones gibt es magnetische Modelle wie die Anker MagGo (10.000 mAh): Sie haftet per MagSafe direkt auf der Rückseite und lädt dort kabellos mit bis zu 7,5 Watt, über den USB-C-Anschluss schneller. Varta bietet kabellose Modelle mit Qi und zusätzlich USB-Ports an. Wer kabellos laden will, sollte beachten: Per Kabel über USB-C geht es bei fast allen Modellen deutlich flotter.

Powerbank zum Anstecken

Eine Powerbank zum Anstecken hängt direkt am Handy, ohne loses Kabel. Dafür gibt es zwei Bauarten. Die Anker Powerbank 5000mAh USB-C Connector hat einen eigenen USB-C-Stecker, den du unten in die Ladebuchse steckst. Das passt zu Android-Handys und zu iPhones mit USB-C-Buchse; welche Modelle das sind, zeigt der Ratgeber Welche iPhones haben USB-C. Magnetische Modelle wie die Belkin BoostCharge mit 5000 mAh haften dagegen an der Rückseite eines MagSafe-fähigen iPhones und laden kabellos.

Gewicht und Größe

Mehr Kapazität heißt mehr Zellen und damit mehr Gewicht. Eine 5.000-mAh-Powerbank wie die Intenso XS5000 wiegt rund 100 Gramm und passt in jede Tasche. Ein 10.000-mAh-Modell liegt meist bei 180 bis 250 Gramm. Große 20.000- bis 26.800-mAh-Akkus wiegen 400 bis über 500 Gramm und gehören eher in den Rucksack als in die Hosentasche. Überlege also, ob du jeden Tag maximale Kapazität schleppen willst oder ob ein leichteres Modell für deinen Alltag genügt.

Powerbank mit 100 Gramm oder weniger

Wer eine Powerbank unter 100 g sucht, landet bei 5.000 mAh. Die Anker Powerbank 5000mAh USB-C Connector wiegt laut Artikelbeschreibung 100 g, die Spello Pocket Powerbank mit ebenfalls 5000 mAh 120 g. Die magnetische Belkin BoostCharge mit 5000 mAh bringt 170 g auf die Waage, Magnete und Ladespule kosten also Gewicht. Wie viele Handyladungen in 5.000 mAh stecken, rechnet der Ratgeber Was bedeutet mAh beim Akku nach.

Im Flugzeug: die Wh-Grenze beachten

Powerbanks gehören im Flugzeug ins Handgepäck, nicht in den Koffer. Maßgeblich ist die Energie in Wattstunden (Wh), nicht die mAh-Zahl. Die meisten Airlines erlauben Akkus bis 100 Wh ohne Anmeldung. Umgerechnet entspricht das bei der üblichen Zellspannung von 3,7 Volt rund 27.000 mAh. Eine 20.000-mAh-Powerbank liegt bei etwa 74 Wh, eine 26.800-mAh-Powerbank bei rund 99 Wh und damit knapp unter der Grenze. Größere Akkus brauchen die Freigabe der Fluggesellschaft. Steht die Wh-Angabe auf dem Gehäuse, hast du es beim Check-in leichter.

Powerbank kaufen: neu oder geprüft

Die meisten Powerbanks hier sind neu. Einzelne Modelle von Anker, Belkin, Samsung und Spello gibt es als geprüfte Ware in der Zustandsstufe A, den konkreten Zustand nennt die Artikelbeschreibung. Wer eine Powerbank kaufen will, legt sinnvollerweise zuerst Kapazität, Gewicht und Anschlüsse fest und vergleicht erst dann einzelne Modelle. Achte bei jeder Powerbank auf ein unbeschädigtes Gehäuse und saubere Anschlüsse. Ein aufgeblähter oder eingedrückter Akku gehört nicht mehr in die Tasche. Das Netzteil zum Aufladen der Powerbank findest du unter Ladegeräte.

Auf einen Blick

Eine Auswahl der Modelle aus unserem Sortiment mit ihren dauerhaften Eckdaten. Welche Geräte gerade verfügbar sind, siehst du in der Übersicht oben.

Modell Kapazität Ausgang / Ports
Anker Powerbank USB-C Connector 5.000 mAh 22,5 W, USB-C
Intenso XS5000 5.000 mAh USB-C, USB-A
Intenso XS10000 10.000 mAh USB-C, USB-A
Anker MagGo (MagSafe) 10.000 mAh 20 W USB-C PD, 7,5 W kabellos
Varta 57913 (kabellos) 10.000 mAh 18 W, USB-C, USB-A, 10 W Qi
Varta Energy 20000 20.000 mAh USB-C, USB-A
Omnicharge Omni Mobile PRO 25.600 mAh 60 W, USB-C, USB-A, PD & QC
Aukey Sprint Ultra 26.800 mAh 65 W, USB-C, USB-A, PD & QC

Häufige Fragen

Wie viel mAh brauche ich?

Für eine Notladung unterwegs reichen 5.000 mAh. Wer das Handy täglich einmal komplett nachladen will, fährt mit 10.000 mAh gut. Für mehrere Geräte, lange Reisen oder ein Tablet sind 20.000 mAh oder mehr sinnvoll. Bedenke, dass durch Verluste nur etwa zwei Drittel der angegebenen Kapazität im Gerät ankommen.

Was bringen USB-C Power Delivery und Quick Charge?

Beide Standards laden deine Geräte schneller, sofern Powerbank und Gerät denselben unterstützen. Power Delivery läuft über USB-C und ist bei iPhones und neueren Android-Handys verbreitet. Quick Charge stammt von Qualcomm. Modelle wie die Aukey Sprint Ultra beherrschen beide. Ohne passenden Standard lädt dein Gerät trotzdem, nur langsamer.

Darf die Powerbank ins Flugzeug?

Ja, im Handgepäck. Entscheidend ist die Energie in Wattstunden. Bis 100 Wh erlauben die meisten Airlines Akkus ohne Anmeldung, das sind rund 27.000 mAh. Eine 20.000-mAh- oder 26.800-mAh-Powerbank liegt darunter. Größere Modelle brauchst du vorab bei der Fluggesellschaft anmelden.

Welche Powerbank lädt mein Handy schnell?

Eine mit USB-C-Ausgang und dem Schnellladestandard deines Handys, meist Power Delivery. Dazu gehört ein USB-C-Kabel, das die Leistung durchleitet. Fehlt eines der drei Teile, lädt das Handy trotzdem, nur langsamer.

Mehr Zubehör und Geräte für unterwegs findest du in unserer Übersicht Technik und Elektronik.

Akkus jenseits der Powerbank, von wiederaufladbaren AA- und AAA-Zellen über Werkzeug-Akkus von Bosch und Klauke bis zu tragbaren Powerstationen von EcoFlow und Jackery, sammelt die Übersicht Akkumulatoren.