Android-Versionen: die Übersicht mit Namen und Jahren

Android-Versionen: die Übersicht mit Namen und Jahren

Tech-Wissen · Hintergrund
Dieser Artikel geht tiefer als unsere üblichen Ratgeber. Oben steht die verständliche Erklärung samt kompletter Versionsliste, weiter unten der Abschnitt für alle, die genau wissen wollen, was ein API-Level ist und warum Google die süßen Codenamen abgeschafft hat. Mit Quellen zum Nachlesen.

Android bringt jedes Jahr eine neue große Version heraus, und über die Jahre ist eine ganze Liste zusammengekommen: Cupcake, Donut, Eclair, später nur noch nüchterne Nummern wie Android 14 oder Android 16. Dazu kommt eine dritte Bezeichnung, die dir vielleicht schon mal begegnet ist: das API-Level. Wer da den Überblick verliert, ist in guter Gesellschaft. Dieser Artikel sortiert alle Android-Versionen von Anfang an, mit Name, Erscheinungsjahr und API-Level in einer Tabelle. Und er erklärt, warum das Ganze beim Kauf eines gebrauchten Handys mehr zählt, als man denkt.

Talkis Tipp. Wenn du nur wissen willst, welche Android-Version dein Handy gerade hat: Geh in die Einstellungen, tippe auf „Über das Telefon“ (oder „Telefoninfo“) und dort auf „Softwareinformationen“. Die Zahl hinter „Android-Version“ ist es. Viel wichtiger als die reine Nummer ist aber, wie lange das Gerät noch Sicherheitsupdates bekommt. Genau das erklärt der Ratgeber [Wie lange bekommt mein Smartphone Updates?](/blogs/ratgeber/wie-lange-updates-smartphone). — Talki, dein Berater

Das Wichtigste in Kürze

  • Android hat drei Namen pro Version. Eine Marketing-Nummer (Android 14), früher zusätzlich einen Süßspeisen-Codenamen (KitKat, Oreo, Pie) und ein technisches API-Level, das Entwickler nutzen.
  • Die Süßspeisen sind Geschichte. Von Cupcake bis Pie liefen die Versionen alphabetisch durch das Naschregal. Ab Android 10 (2019) heißen sie nur noch nach der Nummer.
  • Etwa einmal im Jahr erscheint eine neue Hauptversion. Die aktuelle stabile Version ist Android 16.
  • Das API-Level zählt hoch, die Version manchmal doppelt. Eine Android-Version kann mehrere API-Level umfassen, deshalb passen die Zahlen nicht immer eins zu eins zusammen.
  • Beim Gebrauchtkauf ist die Version ein Hinweis, kein Urteil. Entscheidend ist weniger die Zahl selbst als die Frage, wie lange das Modell noch mit Updates versorgt wird.

Die große Übersicht: alle Android-Versionen

Version Name API-Level Erschienen
Android 16 36 2025
Android 15 35 2024
Android 14 34 2023
Android 13 33 2022
Android 12 / 12L 31–32 2021
Android 11 30 2020
Android 10 29 2019
Android 9 Pie 28 2018
Android 8.0 / 8.1 Oreo 26–27 2017
Android 7.0 / 7.1 Nougat 24–25 2016
Android 6.0 Marshmallow 23 2015
Android 5.0 / 5.1 Lollipop 21–22 2014
Android 4.4 KitKat 19 2013
Android 4.1–4.3 Jelly Bean 16–18 2012
Android 4.0 Ice Cream Sandwich 14–15 2011
Android 3.0–3.2 Honeycomb 11–13 2011
Android 2.3 Gingerbread 9–10 2010
Android 2.2 Froyo 8 2010
Android 2.0 / 2.1 Eclair 5–7 2009
Android 1.6 Donut 4 2009
Android 1.5 Cupcake 3 2009
Android 1.0 / 1.1 1–2 2008–2009

Die Jahre in der Tabelle stehen für die erste stabile Veröffentlichung der jeweiligen Version. Die Angaben stützen sich auf Googles eigene Referenzlisten für Entwickler, nicht auf Sekundärquellen.

Die einfache Erklärung: eine Version, drei Namen

Der Grund, warum Android-Versionen verwirren, ist simpel: Jede Version trägt bis zu drei Bezeichnungen gleichzeitig, und je nachdem, wen du fragst, meint jemand eine andere.

  • Die Versionsnummer ist der Name fürs Marketing und für dich als Nutzer. „Android 14“ steht auf der Verpackung und in den Einstellungen. Sie zählt schlicht hoch: 13, 14, 15, 16.
  • Der Codename war lange der süße Zwilling der Nummer. Google taufte jede große Version alphabetisch nach einer Nascherei: Cupcake, Donut, Eclair, Froyo, Gingerbread und so weiter bis Pie. Mit Android 10 im Jahr 2019 hat Google diese öffentlichen Codenamen aufgegeben.
  • Das API-Level ist die technische Zahl, mit der Entwickler arbeiten. Eine App legt darüber fest, welche Android-Funktionen sie voraussetzt. Das API-Level zählt streng monoton hoch und ist deshalb die eindeutigste der drei Angaben.

Für den Alltag reicht die Versionsnummer völlig. Das API-Level brauchst du nur, wenn eine App im Play Store schreibt, sie verlange „mindestens Android 8.0 (API-Level 26)“. Dann weißt du jetzt, dass beides dasselbe meint.

Für alle, die es genau wissen wollen

Ab hier wird es technischer. Wer nur die Liste wollte, kann zum Abschnitt über den Gebrauchtkauf springen.

Warum das API-Level nicht mit der Version übereinstimmt

Man könnte erwarten, dass Android 6 auch API-Level 6 hätte. Tut es aber nicht, es ist API-Level 23. Der Grund: Die beiden Zähler haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten begonnen und laufen unterschiedlich schnell. Das API-Level springt bei jeder nennenswerten Änderung der Programmierschnittstelle eins hoch, auch bei kleineren Zwischenversionen. Deshalb umfasst eine Marketing-Version manchmal mehrere API-Level: Jelly Bean etwa deckte mit den Versionen 4.1, 4.2 und 4.3 die API-Level 16 bis 18 ab.

Eine hübsche Kuriosität am Rande: Zwischen KitKat (API 19) und Lollipop (API 21) fehlt scheinbar die 20. Sie ist nicht verloren, sondern gehört zu Android 4.4W, der KitKat-Ausgabe für die ersten Android-Uhren. Solche Sonderfälle sind der Grund, warum das reine Durchzählen manchmal hakt.

Warum die Süßspeisen verschwunden sind

Von Cupcake (2009) bis Pie (2018) lief Android alphabetisch durch die Nascherei. Google begründete den Abschied mit Android 10 damit, dass die Dessertnamen international nicht überall verständlich seien und die Zuordnung „welche Süßigkeit ist neuer“ vielen Menschen schwerfalle. Eine schlichte Nummer ist eindeutiger. Intern vergibt Google übrigens weiterhin alphabetische Codenamen nach Süßspeisen, sie tauchen nur nicht mehr in der Werbung auf.

Warum jedes Jahr eine neue Version kommt

Seit einigen Jahren folgt Android einem festen Takt: eine große Version pro Jahr, meist im Spätsommer oder Herbst, davor eine Reihe öffentlicher Vorabversionen für Entwickler. Dieser jährliche Rhythmus erklärt, warum die Versionsnummern so schnell steigen. Er bedeutet aber nicht, dass ein Handy jede neue Version auch bekommt. Ob und wie lange dein Modell aktualisiert wird, hängt vom Hersteller ab, nicht von Google allein.

Was das für dich heißt, auch beim Gebrauchtkauf

Beim Kauf eines gebrauchten oder generalüberholten Handys ist die Android-Version ein nützlicher Hinweis, aber nicht das ganze Bild. Sie sagt dir, wie modern die Software beim Kauf ist. Wichtiger ist die Frage dahinter: Wie lange bekommt dieses Modell noch Sicherheitsupdates? Ein Gerät, das nur eine ältere Android-Version fährt, muss kein schlechter Kauf sein, solange der Hersteller es weiter mit Updates versorgt. Umgekehrt nützt eine frische Version wenig, wenn die Update-Zusage kurz vor dem Ende steht.

Deshalb lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf zwei Dinge: welche Android-Version das Gerät heute läuft und wie lang die Update-Zusage des Herstellers noch reicht. Für aktuelle Modelle geben Samsung, Google und andere inzwischen mehrere Jahre an. Wie du diese Zeitfenster einschätzt, steht ausführlich im Ratgeber Wie lange bekommt mein Smartphone Updates?, und speziell für Googles eigene Geräte im Ratgeber Google Pixel: so lange gibt es Updates. Wenn du auf dieser Basis stöbern willst, findest du im Smartphone-Sortiment neue oder geprüfte, generalüberholte Geräte mit ihren jeweiligen Softwareständen.

Talkis Empfehlung

Merk dir zwei Dinge, dann bist du bei Android-Versionen sattelfest. Erstens: Nummer, Süßspeisenname und API-Level sind nur drei Etiketten für dieselbe Sache, und seit Android 10 zählt praktisch nur noch die Nummer. Zweitens, und das ist beim Handykauf das Entscheidende: Frag nicht nur „welche Version läuft drauf“, sondern „wie lange gibt es noch Updates“. Die Version ist eine Momentaufnahme, die Update-Zusage ist das, was dein Handy über die Jahre sicher hält. Welche Version dein aktuelles Gerät hat, siehst du in Sekunden unter Einstellungen, „Über das Telefon“, „Softwareinformationen“.

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Häufige Fragen

Welche Android-Version ist die neueste? Die aktuelle stabile Hauptversion ist Android 16, erschienen 2025 mit API-Level 36. Google veröffentlicht ungefähr einmal im Jahr eine neue große Version, meist im Spätsommer oder Herbst.

Wie finde ich heraus, welche Android-Version ich habe? Öffne die Einstellungen, tippe auf „Über das Telefon“ oder „Telefoninfo“ und dann auf „Softwareinformationen“. Dort steht die Android-Version. Der genaue Wortlaut kann je nach Hersteller leicht abweichen.

Warum haben ältere Android-Versionen Namen wie KitKat oder Oreo? Google vergab bis Android 9 (Pie, 2018) alphabetische Codenamen nach Süßspeisen. Ab Android 10 im Jahr 2019 heißen die Versionen öffentlich nur noch nach ihrer Nummer, weil das international eindeutiger ist.

Was ist der Unterschied zwischen Android-Version und API-Level? Die Android-Version ist der Name für Nutzer, das API-Level ist die technische Zahl für Entwickler. Beide bezeichnen dieselbe Software. Android 8.0 entspricht zum Beispiel API-Level 26. Eine Version kann mehrere API-Level umfassen, deshalb stimmen die Zahlen nicht direkt überein.

Welche Android-Version sollte ich beim Gebrauchtkauf mindestens haben? Wichtiger als eine bestimmte Mindestversion ist, dass der Hersteller das Modell noch mit Sicherheitsupdates versorgt. Ein etwas älterer Softwarestand ist unproblematisch, solange Updates weiterlaufen. Prüfe die Update-Zusage für das konkrete Modell.

Bekommt mein Handy die neueste Android-Version automatisch? Nicht unbedingt. Ob ein Gerät eine neue Hauptversion erhält, entscheidet der Hersteller, nicht Google allein. Wie viele Versionssprünge und Sicherheitsupdates zugesagt sind, unterscheidet sich je nach Marke und Modell teils deutlich.

Quellen und zum Weiterlesen

Weiterlesen

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