Galaxy S21 Ultra oder S22 Ultra: Welches lohnt sich gebraucht?

Galaxy S21 Ultra oder S22 Ultra: Welches lohnt sich gebraucht?

Talki auf die Schnelle
  • Beide Ultra sind sich im Kern sehr ähnlich: gleiches 6,8-Zoll-Display mit 120 Hz und hoher Auflösung, gleiche große Akkukapazität, gleiches Kamera-Grundgerüst mit Hauptsensor, Ultraweitwinkel und zwei Tele-Objektiven für 3-fach und 10-fach optischen Zoom.
  • Der große Unterschied ist der Stift: Das S22 Ultra hat einen S Pen fest im Gehäuse verstaut, ist kantiger gebaut und lädt schneller. Sein Chip hat mehr Reserve, und er bekommt Systemversionen voraussichtlich etwas länger. Das S21 Ultra unterstützt den S Pen zwar, hat aber kein Fach dafür und ist runder gebaut.
  • Mein Rat: Willst du den eingebauten Stift und die klassische Note-Form, nimm das S22 Ultra. Geht es dir um das gleiche große Display und dieselbe Kamera-Idee zum Vorgänger-Kurs, reicht das S21 Ultra locker.
— Talki, dein Berater

Zuerst die harten Fakten. Der Regler „Nur Unterschiede zeigen" ist voreingestellt, weil diese beiden Modelle in vielen Zeilen deckungsgleich sind. Nimm das Häkchen raus, wenn du die komplette Ausstattung nebeneinander sehen willst.

Werte aus geprüften Herstellerangaben. Chip markenübergreifend über einen Benchmark gewertet, Update-Versorgung je Hersteller aus dessen Zusage. Keine Preise.

Was gleich bleibt

Das Wichtigste zuerst, weil es die Entscheidung erleichtert: Beide Geräte haben dasselbe 6,8-Zoll-Dynamic-AMOLED-2X-Display mit 120 Hz und hoher QHD+-Auflösung. Beide fassen dieselbe große Akkukapazität, beide sind nach IP68 gegen Wasser geschützt, beide funken in 5G und laden auch kabellos. Auch das Kamera-Grundgerüst ist dasselbe: ein hochauflösender Hauptsensor, ein Ultraweitwinkel und zwei separate Tele-Objektive, eines für 3-fach und eines für 10-fach optischen Zoom. Diese Doppel-Tele-Anordnung ist das Merkmal, das beide Ultra von den kleineren Galaxy-Modellen abhebt, und sie ist bei beiden gleich aufgebaut. Auch die Frontkamera ist bei beiden dieselbe, mit gleicher Auflösung. Wer viel von sich selbst fotografiert, macht mit beiden dieselben Selfies.

Ein Punkt vorab, weil er oft überschätzt wird: Der S Pen funktioniert auf beiden. Das S21 Ultra war das erste Galaxy S, das den Stift überhaupt unterstützt hat. Der Unterschied liegt nicht darin, ob du kritzeln kannst, sondern darin, wo der Stift steckt. Dazu gleich mehr.

Die echten Unterschiede

Der S Pen und die Bauform. Das ist der greifbarste Unterschied. Das S22 Ultra hat den Stift fest im Gehäuse verstaut, so wie früher die Note-Reihe. Er ist immer dabei, rutscht nicht separat in die Jackentasche und geht seltener verloren. Das S21 Ultra unterstützt denselben Stift, du musst ihn aber getrennt kaufen und mitführen, etwa in einer Hülle mit Halter. Wenn du wirklich mit dem Stift arbeitest und ihn nicht suchen willst, ist das S22 Ultra dafür gemacht. Wenn du nur ab und zu etwas notierst oder den Stift gar nicht brauchst, spielt der Punkt keine Rolle.

Tempo. Im S22 Ultra steckt die neuere Chip-Generation, im S21 Ultra die eine Stufe ältere. Je nach Verkaufsregion ist das ein Exynos oder ein Snapdragon, das ändert am Alltag wenig. Beide öffnen Apps flüssig und stemmen den Tag ohne Murren. Den Unterschied merkst du im normalen Betrieb kaum, er zahlt auf die Reserven ein: Der neuere Chip im S22 Ultra hat später noch etwas mehr Luft, wenn Apps und Android-Versionen anspruchsvoller werden.

Laden. Die Akkukapazität ist bei beiden gleich groß, die Laufzeit liegt im Alltag entsprechend dicht beieinander. Der Unterschied liegt beim Nachladen: Das S22 Ultra nimmt mit dem passenden Netzteil deutlich mehr Ladeleistung an als das S21 Ultra und ist damit spürbar schneller wieder voll. Wer zwischendurch nur kurz an die Steckdose kommt, holt beim S22 Ultra in derselben Zeit mehr zurück.

Bauform. Über den S-Pen-Vorteil hinaus fühlen sich die beiden in der Hand unterschiedlich an. Das S22 Ultra ist kantiger, mit geraden Ecken und flacheren Seiten, ganz in der Tradition der Note-Reihe. Das S21 Ultra ist runder und weicher geformt. Das ist reine Geschmackssache und sagt nichts über die Qualität aus, aber es ist der erste Unterschied, den du beim Anfassen spürst.

Update-Versorgung. Beide Modelle haben nach Samsungs damaliger Zusage dieselbe Anzahl großer Android-Versionen bekommen. Weil das S22 Ultra ein Jahr später erschienen ist, läuft sein Fenster für Systemversionen entsprechend rund ein Jahr länger. Ein festes Enddatum solltest du daraus nicht ableiten, das ist eine begründete Einordnung nach Samsungs Muster und kein Versprechen. Wenn du das Gerät möglichst lange behalten willst, ist der kleine Puffer beim S22 Ultra auf deiner Seite.

Alles andere, was gern in Vergleichstabellen steht, ist bei diesen beiden Geräten identisch oder liegt so dicht beieinander, dass du es im Alltag nicht merkst.

Kauf das S22 Ultra, wenn

  • du den S Pen wirklich nutzt und ihn fest im Gerät haben willst, statt ihn getrennt mitzuführen
  • dir die kantigere Note-Form gefällt und du schnelles Nachladen zwischendurch schätzt
  • du das Gerät möglichst lange behalten möchtest und dir das voraussichtlich zusätzliche Update-Jahr etwas wert ist

Bleib beim S21 Ultra, wenn

  • du das gleiche große Display und dieselbe Kamera-Idee mit Doppel-Tele suchst, aber den günstigeren Vorgänger-Kurs mitnehmen willst
  • du den Stift gar nicht oder nur selten brauchst und ihn nicht fest im Gehäuse vermisst
  • dir die etwas rundere Bauform besser gefällt als die kantige Note-Form und du auf das schnellere Nachladen verzichten kannst

Ein Gedanke, den nur der Gebrauchtkauf ermöglicht

Neu bekommst du beide nicht mehr, refurbished schon, und das verschiebt die Rechnung. Für ähnliches Geld liegt oft ein S22 Ultra in einfacherer Erhaltung neben einem S21 Ultra in sehr gutem Zustand. Wer Wert auf möglichst wenige Gebrauchsspuren legt, fährt mit dem älteren Modell in besserer Erhaltung häufig zufriedener als mit dem neueren in einfacher Erhaltung. Wer den eingebauten Stift und den Update-Puffer des S22 Ultra will, nimmt dafür vielleicht ein paar Spuren mehr in Kauf. Beide Wege sind legitim, es kommt darauf an, was dir wichtiger ist.

Jedes Gerät bei uns wird vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei. So siehst du vor dem Kauf, worauf du dich einlässt.

Fazit

Diese beiden Ultra sind enger verwandt, als es die Modellnummern vermuten lassen: gleiches großes 120-Hz-Display, gleiche Akkugröße, dasselbe Kamera-Grundgerüst mit zwei Tele-Objektiven. Der Griff zum S22 Ultra lohnt sich vor allem wegen des fest verbauten S Pen, der kantigeren Form, des schnelleren Ladens und des kleinen Update-Vorsprungs. Das S21 Ultra bleibt die richtige Wahl, wenn du dieselbe Display- und Kamera-Klasse zum Vorgänger-Kurs willst, den Stift nicht fest brauchst und die rundere Form magst. Ein schwaches Gerät ist keines von beiden, unterm Strich liegen sie eng beieinander, es sind vor allem zwei unterschiedliche Prioritäten.

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