Warum dein Speicher weniger anzeigt, als draufsteht
Du kaufst eine Festplatte mit 1 Terabyte, schließt sie an, und Windows zeigt plötzlich nur 931 Gigabyte an. Du kaufst ein Handy mit 128 Gigabyte und hast vom Start weg nur um die 112 frei. Der erste Verdacht ist immer derselbe: Da fehlt was, da wird getrickst. Die gute Nachricht vorweg, es fehlt nichts, und niemand hat dir Speicher geklaut. Die Zahl auf der Verpackung und die Zahl auf dem Bildschirm sind beide richtig, sie zählen nur nach zwei verschiedenen Systemen. Dieser Ratgeber erklärt von Grund auf, warum es diese zwei Zählweisen gibt, warum ausgerechnet 1000 und 1024 aufeinanderprallen, warum die Festplatte scheinbar schrumpft, der Arbeitsspeicher dagegen nicht, und was beim Handy wirklich passiert. Am Ende kannst du jede Kapazität selbst nachrechnen und weißt genau, wann eine Abweichung normal ist und wann du hellhörig werden solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt zwei Zählweisen. Das Dezimalsystem rechnet in 1000er-Schritten, so wie Kilogramm oder Kilometer. Das Binärsystem des Computers rechnet in 1024er-Schritten, weil 1024 die nächste runde Zahl in der Zweierwelt ist.
- Die Namen sind seit 1998 sauber getrennt. 1000er-Schritte heißen Kilobyte, Megabyte, Gigabyte (GB). 1024er-Schritte heißen korrekt Kibibyte, Mebibyte, Gibibyte (GiB). Nur hält sich kaum jemand daran.
- Deshalb schrumpft die Festplatte scheinbar. Der Hersteller verkauft in 1000ern, Windows zeigt in 1024ern an, nennt es aber „GB". Aus 1 TB werden so scheinbar 931 GB. Es ist dieselbe Datenmenge.
- Die Lücke wächst mit der Größe. Bei Kilobyte sind es 2,4 Prozent, bei Gigabyte schon 7,4, bei Terabyte rund 10 Prozent. Große Platten sehen also stärker „geschrumpft" aus.
- macOS und iPhone rechnen dezimal. Seit 2009 zeigt macOS die volle Herstellerzahl. Deshalb passt dort die Angabe, während Windows dieselbe Platte kleiner darstellt.
- Arbeitsspeicher ist die Ausnahme. RAM wird immer in 1024ern gebaut und gezählt. 8 GB RAM sind technisch echte 8 Gibibyte, hier gibt es keine Lücke.
- Beim Handy kommt der Systemplatz dazu. Ein 128-GB-Gerät hat nach Abzug von Android oder iOS spürbar weniger frei. Das ist normal und hat mit der Zählweise nur zum Teil zu tun.
Zwei Zählweisen, die sich am Wort „Kilo" streiten
Fang mit dem Byte an. Ein Byte ist die kleinste Einheit, in der ein Computer Daten am Stück verwaltet, grob ein einzelner Buchstabe Text. Alles Größere zählt man in Vielfachen davon, und genau hier trennen sich zwei Welten.
Im Alltag rechnest du in Tausenderschritten. Ein Kilometer sind 1000 Meter, ein Kilogramm sind 1000 Gramm. Das Vorsilbe „Kilo" bedeutet überall auf der Welt mal 1000. Übertragen auf Daten heißt das: ein Kilobyte gleich 1000 Bytes, ein Megabyte gleich eine Million, ein Gigabyte gleich eine Milliarde, ein Terabyte gleich eine Billion Bytes. Das ist das Dezimalsystem, und es ist die offizielle, weltweit genormte Bedeutung dieser Vorsilben.
Der Computer selbst denkt aber nicht in Zehnern, sondern in Zweien. Warum, dazu gleich mehr. Für ihn ist nicht 1000 die runde Zahl, sondern 1024, weil das die nächste glatte Zweierpotenz ist. In der Frühzeit der Computer haben Techniker die Vorsilbe „Kilo" einfach ausgeliehen und für diese 1024 verwendet, weil 1024 nah genug an 1000 dran ist. Aus Bequemlichkeit wurde ein Kilobyte für sie zu 1024 Bytes. Solange man bei Kilobyte blieb, fiel der kleine Unterschied kaum auf. Er wächst aber mit jeder Stufe.
| Einheit | Dezimal (1000er) | Binär (1024er) | Abweichung |
|---|---|---|---|
| Kilobyte | 1.000 Bytes | 1.024 Bytes | 2,4 % |
| Megabyte | 1.000.000 | 1.048.576 | 4,9 % |
| Gigabyte | 1.000.000.000 | 1.073.741.824 | 7,4 % |
| Terabyte | 1.000.000.000.000 | 1.099.511.627.776 | 10,0 % |
Die letzte Spalte ist der ganze Ärger in einer Zahl. Bei kleinen Einheiten sind die zwei Zählweisen fast deckungsgleich, bei großen driften sie deutlich auseinander. Deshalb war das Thema früher, als Speicher in Megabyte gemessen wurde, kaum ein Streitpunkt. Heute, wo jede Platte in Terabyte kommt, geht es um rund ein Zehntel der Anzeige.
Warum der Computer überhaupt in 1024 rechnet
Das ist kein Spleen und keine Willkür, es steckt tief in der Bauweise. Ein Computer kennt auf unterster Ebene nur zwei Zustände, Strom an oder aus, gespeichert als 1 oder 0. Jede solche Stelle ist ein Bit. Um mehr als nur an und aus darzustellen, reiht man Bits aneinander, und mit jedem zusätzlichen Bit verdoppelt sich die Zahl der möglichen Kombinationen. Ein Bit kennt 2 Zustände, zwei Bits schon 4, drei Bits 8, dann 16, 32, 64 und so weiter. Diese Reihe der Zweierpotenzen ist das natürliche Zahlengerüst jedes Rechners.
Zähl die Reihe weiter, und irgendwann landest du bei 2 hoch 10, das sind 1024. Das ist die erste Zweierpotenz, die in die Nähe von 1000 kommt. Für den Computer ist 1024 also eine glatte, runde Größe, während 1000 in seiner Welt eine krumme Zahl ist. Besonders beim Adressieren von Speicher, wo jede Speicherzelle über eine Nummer aus Bits angesprochen wird, fallen die Kapazitäten von selbst auf Zweierpotenzen. Ein Speicherbaustein hat darum eben 1024, 2048 oder 4096 Zellen, nie glatt 1000. Aus dieser Logik heraus war 1024 für die Ingenieure die natürliche Basis, und sie haben ihr aus Bequemlichkeit den vertrauten Namen „Kilo" gegeben.
Die saubere Lösung, die kaum jemand benutzt: GB gegen GiB
Dass ein und dieselbe Vorsilbe zwei verschiedene Zahlen meinen kann, ist ein handfestes Problem. Die zuständige Normungsorganisation, die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC), hat es 1998 offiziell aufgelöst. Seitdem gibt es zwei getrennte Sätze von Vorsilben, und die Regel ist eindeutig.
Die klassischen Vorsilben Kilo, Mega, Giga, Tera bedeuten strikt die 1000er-Schritte, so wie überall sonst in der Wissenschaft. Für die 1024er-Schritte des Computers gibt es eigene Namen, gebildet aus den ersten Silben plus „binär": Kibibyte, Mebibyte, Gibibyte, Tebibyte, abgekürzt KiB, MiB, GiB, TiB. Das kleine „i" in der Mitte ist das Erkennungszeichen.
| 1000er (dezimal) | 1024er (binär) | Bedeutung |
|---|---|---|
| Kilobyte (KB) | Kibibyte (KiB) | 1.000 gegen 1.024 Bytes |
| Megabyte (MB) | Mebibyte (MiB) | Million gegen 1.048.576 |
| Gigabyte (GB) | Gibibyte (GiB) | Milliarde gegen 1.073.741.824 |
| Terabyte (TB) | Tebibyte (TiB) | Billion gegen gut 1,1 Billionen |
Mit diesen Namen wäre alles glasklar. Eine Festplatte hätte „1 TB", und der Computer würde ehrlich „931 GiB" anzeigen, und jeder sähe sofort, dass das dieselbe Menge in zwei Maßstäben ist. Das Problem: Die neuen Namen haben sich außerhalb von Fachkreisen nie durchgesetzt. Linux und einige Programme nutzen sie, Apple schreibt konsequent die dezimalen GB. Ausgerechnet Windows, das die 1024er-Rechnung macht, beschriftet das Ergebnis bis heute mit dem falschen Kürzel „GB" statt „GiB". Genau diese eine Nachlässigkeit erzeugt fast die gesamte Verwirrung.
Warum die Festplatte scheinbar schrumpft
Jetzt lässt sich der Klassiker sauber auflösen. Ein Festplatten- oder SSD-Hersteller gibt die Kapazität dezimal an, das ist die genormte und rechtlich korrekte Bedeutung von „Terabyte". Auf einer 1-TB-Platte stecken also genau 1.000.000.000.000 Bytes, kein Byte weniger. Schließt du sie an Windows an, teilt Windows diese Bytes durch 1024er-Schritte, um auf Gigabyte zu kommen, schreibt aber „GB" ans Ergebnis. Die Rechnung lautet eine Billion geteilt durch 1.073.741.824, und das ergibt 931. Windows zeigt „931 GB", meint aber in Wahrheit 931 Gibibyte. Es ist exakt dieselbe eine Billion Bytes, nur mit dem 1024er-Lineal gemessen.
| Aufdruck (dezimal) | Bytes | Windows-Anzeige |
|---|---|---|
| 128 GB | 128 Milliarden | ca. 119 GB |
| 256 GB | 256 Milliarden | ca. 238 GB |
| 500 GB | 500 Milliarden | ca. 465 GB |
| 1 TB | 1 Billion | ca. 931 GB |
| 2 TB | 2 Billionen | ca. 1,86 TB |
Die scheinbare Lücke ist immer rund 7 Prozent bei Gigabyte-Angaben und rund 10 Prozent bei Terabyte-Angaben. Das ist kein Verschleiß, kein reservierter Bereich und kein Defekt, sondern reine Umrechnung. Ein kleiner zusätzlicher Teil geht beim ersten Einrichten für das Dateisystem verloren, das die Ordnerstruktur verwaltet, aber der große Brocken der Differenz ist schlicht der Unterschied zwischen 1000 und 1024.
Warum macOS und das iPhone die volle Zahl zeigen
Wer von Windows auf einen Mac wechselt, wundert sich in die andere Richtung: Dort zeigt dieselbe 1-TB-Platte plötzlich rund 1000 GB statt 931. Apple hat mit der Version Mac OS X 10.6 Snow Leopard im Jahr 2009 umgestellt und rechnet seither dezimal, also in denselben 1000er-Schritten wie die Hersteller. Der Vorteil: Die Zahl auf dem Bildschirm passt zur Zahl auf der Verpackung, die Rückfrage „wo ist mein Speicher hin" entfällt. Der Nachteil: Mac und Windows zeigen für dieselbe Platte unterschiedliche Zahlen an, was beim Umstieg kurz irritiert. Auch das iPhone und iPad rechnen dezimal, weshalb die Speicheranzeige dort zur Werbeangabe passt.
Beide Sichtweisen sind für sich schlüssig. Apple ist näher an der offiziellen Norm und an der Verpackung, Windows ist näher daran, wie der Rechner intern tatsächlich mit dem Speicher umgeht. Falsch ist keine von beiden, nur ihre Beschriftung „GB" ist bei Windows streng genommen ungenau.
Der Arbeitsspeicher ist die große Ausnahme
Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen, denn beim Arbeitsspeicher, dem RAM, ist alles andersherum. Ein RAM-Riegel mit 8 GB hat tatsächlich echte 8 Gibibyte, also 8.589.934.592 Bytes, und keine glatten 8 Milliarden. Bei RAM gibt es die Festplatten-Lücke also nicht.
Der Grund liegt wieder in der Bauweise. Arbeitsspeicher wird über Adressen aus Bits angesprochen, und dadurch fallen seine Kapazitäten technisch zwingend auf Zweierpotenzen. Einen RAM-Baustein mit glatt 8 Milliarden Bytes kann man gar nicht sinnvoll bauen, die Adressierung gibt 8 Gibibyte vor. Deshalb wird RAM seit jeher in 1024ern gerechnet, und die Werbeangabe „8 GB" meint hier ausnahmsweise die 1024er-Menge. Das ist der Kern der Verwirrung: Bei der Festplatte meint „GB" die 1000er-Zahl, beim Arbeitsspeicher dieselbe Abkürzung die 1024er-Zahl. Zwei Bauteile, dieselbe Einheit, zwei Bedeutungen.
Und das Smartphone? Warum 128 GB nie ganz 128 GB sind
Beim Handy überlagern sich gleich mehrere Effekte, deshalb wirkt die Lücke hier am größten. Ein Gerät mit „128 GB" hat nach dem Auspacken oft nur um die 110 bis 120 GB frei. Das setzt sich aus drei Teilen zusammen.
Erstens der Speicherchip selbst. Der verbaute Flash-Baustein wird wie RAM in Zweierpotenzen gefertigt, physisch stecken also echte 128 Gibibyte drin, das sind gut 137 Milliarden Bytes. Zweitens die Werbeangabe. Hersteller bewerben und die Systemanzeige rechnet meist dezimal, „128 GB" meint also 128 Milliarden Bytes. Die Differenz zwischen dem binär gefertigten Chip und der dezimalen Angabe verschwindet zum Teil in Reservebereichen, die der Chip für seine interne Verwaltung und für den Ausgleich verschlissener Zellen zurückhält. Drittens, und das ist beim Handy der größte Posten, belegen das Betriebssystem samt vorinstallierter Apps mehrere Gigabyte fest. Android und iOS in aktuellen Versionen brauchen je nach Gerät gut und gerne zweistellige Gigabyte-Beträge, dazu kommen Systemdaten und Zwischenspeicher.
War das nicht mal ein Rechtsstreit?
Ja, und das erklärt die kleingedruckten Hinweise auf jeder Verpackung. In den USA gab es Mitte der 2000er Sammelklagen gegen Festplattenhersteller, unter anderem gegen Western Digital und Seagate. Der Vorwurf war stets derselbe: Der Käufer bekomme weniger Speicher, als draufsteht, weil der Computer die Platte kleiner anzeige. Die Hersteller haben sich verglichen, ohne ein Fehlverhalten einzuräumen, denn ihre dezimale Rechnung entspricht der offiziellen, genormten Bedeutung der Vorsilben. Als Ergebnis findest du seitdem auf praktisch jeder Verpackung einen Hinweis wie „1 GB = 1.000.000.000 Bytes", der die dezimale Zählweise offenlegt.
Rechtlich stehen die Hersteller damit auf sicherem Boden. Kilo, Mega, Giga sind als 1000er-Schritte genormt, das ist die verbindliche Bedeutung. Die eigentliche Ungenauigkeit sitzt auf der anderen Seite, bei Programmen wie Windows, die in 1024ern rechnen und das Ergebnis fälschlich „GB" statt „GiB" nennen. Für dich als Käufer heißt das: Du bekommst die volle beworbene Bytemenge, du siehst sie nur je nach Betriebssystem mit einem anderen Lineal gemessen.
So rechnest du es selbst nach
Du musst niemandem glauben, du kannst jede Angabe in zehn Sekunden prüfen. Nimm die beworbene dezimale Größe, wandle sie in Bytes um, und teile durch die 1024er-Stufe, die dein Betriebssystem anzeigt.
Windows-Anzeige einer Festplatte: beworbene TB × 1.000.000.000.000 ÷ 1.073.741.824 = angezeigte "GB" Beispiel 1 TB: 1.000.000.000.000 ÷ 1.073.741.824 ≈ 931 · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Faustregel ohne Taschenrechner: Terabyte-Platte in Windows → ziehe rund 10 % ab Gigabyte-SSD in Windows → ziehe rund 7 % ab RAM → keine Luecke, 8 GB sind 8 GiB
Kommt bei deiner Rechnung ungefähr die angezeigte Zahl heraus, ist alles in Ordnung und die Platte hat ihre volle Kapazität. Weicht die Anzeige dagegen deutlich stärker nach unten ab, als die Umrechnung erlaubt, lohnt ein genauerer Blick. Bei einer gebrauchten Platte kannst du zusätzlich die Gesundheitswerte auslesen und siehst objektiv, wie viel das Laufwerk schon gearbeitet hat.
Häufige Fragen
Warum zeigt meine 1-TB-Festplatte in Windows nur 931 GB an? Weil der Hersteller in 1000er-Schritten rechnet und Windows in 1024er-Schritten, das Ergebnis aber trotzdem „GB" nennt. Eine Billion Bytes geteilt durch 1.073.741.824 ergibt 931. Es ist die volle Kapazität, nur mit einem anderen Maßstab gemessen. Fehlender Speicher ist das nicht.
Was ist der Unterschied zwischen GB und GiB? GB steht für Gigabyte und meint eine Milliarde Bytes, also die 1000er-Rechnung. GiB steht für Gibibyte und meint 1.073.741.824 Bytes, die 1024er-Rechnung des Computers. Windows zeigt eigentlich GiB an, schreibt aber „GB" daran, und daher kommt die Verwirrung.
Werde ich beim Kauf betrogen? Nein. Die dezimale Angabe der Hersteller ist die offiziell genormte Bedeutung von Gigabyte und Terabyte, und du bekommst genau diese Bytemenge. Auf der Verpackung steht das seit den Sammelklagen der 2000er meist sogar ausdrücklich als „1 GB = 1.000.000.000 Bytes".
Warum ist der freie Speicher auf meinem 128-GB-Handy so viel kleiner? Hier kommen drei Dinge zusammen: die Umrechnung von 1000 auf 1024, kleine Reservebereiche im Speicherchip und vor allem das Betriebssystem mit den vorinstallierten Apps, das mehrere Gigabyte fest belegt. Um die 110 bis 120 GB frei bei einem 128-GB-Gerät sind normal.
Warum hat mein Arbeitsspeicher keine solche Lücke? Weil RAM technisch zwingend in Zweierpotenzen gebaut wird. 8 GB RAM sind echte 8 Gibibyte, also gut 8,59 Milliarden Bytes. Bei RAM meint „GB" ausnahmsweise die 1024er-Menge, deshalb passt die Zahl ohne Abzug.
Warum zeigt mein Mac mehr an als ein Windows-PC bei derselben Platte? Weil macOS seit 2009 dezimal rechnet, also in denselben 1000er-Schritten wie die Hersteller. Dieselbe 1-TB-Platte erscheint auf dem Mac als rund 1000 GB, unter Windows als 931 GB. Beide meinen dieselbe Datenmenge.
Kann ich die neuen Einheiten KiB und GiB irgendwo einstellen? Direkt umstellen lässt sich die Beschriftung in Windows nicht. Einige Programme und Linux nutzen die korrekten Einheiten von Haus aus. Für den Alltag reicht es zu wissen, dass Windows mit „GB" in Wahrheit GiB meint, und die rund 7 bis 10 Prozent Abweichung entsprechend einzuordnen.
Ist eine kleinere Anzeige ein Zeichen für eine defekte oder gefälschte Platte? Die normale Umrechnungs-Lücke von 7 bis 10 Prozent ist harmlos. Weicht die Anzeige dagegen viel stärker ab, etwa eine „2 TB"-Karte, die real nur einen Bruchteil fasst, kann eine Fälschung dahinterstecken. Solche manipulierten Chips prüfst du, indem du sie mit einem Testprogramm wirklich vollschreiben lässt.