Galaxy S23 Ultra oder S24 Ultra: Welches lohnt sich gebraucht?
- Beide Ultras teilen fast das komplette Gerüst: 6,8-Zoll-Display mit 120 Hz, 200-Megapixel-Hauptkamera, gleicher Akku, gleiches Tempo beim Laden und der eingebaute S Pen. Im Alltag fühlen sie sich sehr ähnlich an.
- Die echten Unterschiede: das S24 Ultra hat ein flaches, entspiegeltes und helleres Display, einen Titanrahmen, den schnelleren Chip mit den Galaxy-AI-Funktionen und die deutlich längere Update-Zusage. Beim Zoom gehen die beiden verschiedene Wege.
- Mein Rat: Wer das Gerät lange behalten will, fährt mit dem S24 Ultra besser, vor allem wegen der Updates und des robusteren Rahmens. Beim S23 Ultra bleibst du, wenn dir der günstigere Vorgänger-Kurs wichtiger ist und du den extremen 10-fach-Zoom nutzt.
Zuerst die harten Fakten. Der Regler „Nur Unterschiede zeigen" ist voreingestellt, weil diese beiden Modelle sich in vielen Zeilen gleichen. Nimm das Häkchen raus, wenn du die komplette Ausstattung nebeneinander sehen willst.
Was gleich bleibt
Das Wichtigste zuerst, weil es die Entscheidung leichter macht: Beide Geräte haben dasselbe 6,8-Zoll-Display mit 120 Hz, dieselbe 200-Megapixel-Hauptkamera, dieselbe 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und dasselbe erste Tele-Objektiv mit dreifachem optischen Zoom. Beide laden mit gleicher Leistung per Kabel und kabellos, beide haben denselben Akku mit gleicher Kapazität, beide bringen den S Pen direkt im Gehäuse mit und sind nach IP68 gegen Wasser geschützt. Auch beim Chip gibt es keine Regio-Falle wie bei anderen Galaxy-Reihen: In beiden Ultras steckt weltweit ein Snapdragon, keine Exynos-Variante.
Das heißt konkret: Wer das große Display, den Stift und die 200-Megapixel-Kamera will, bekommt beides. Die Laufzeit liegt so dicht beieinander, dass du im Alltag keinen verlässlichen Unterschied merkst. Eine mAh-Schlacht führt bei diesen beiden zu nichts, der Akku ist schlicht gleich groß.
Die echten Unterschiede
Display. Hier ist der greifbarste Unterschied. Das S23 Ultra hat noch die klassisch gebogenen Kanten, das S24 Ultra ein flaches Panel. Das flache Glas ist entspiegelt und deutlich heller, was bei Sonne einen echten Unterschied macht: Du liest den Bildschirm draußen leichter ab, und Reflexionen stören weniger. Wer viel im Freien mit dem Telefon arbeitet, spürt das jeden Tag.
Tempo und Galaxy AI. Im S24 Ultra sitzt die neuere Chip-Generation. Beide Geräte stemmen den Alltag mühelos, den reinen Geschwindigkeitsunterschied merkst du beim Öffnen von Apps kaum. Er zahlt aber auf die Reserve ein und schaltet die Galaxy-AI-Funktionen frei, etwa das Übersetzen im Telefonat oder das Bearbeiten von Fotos direkt auf dem Gerät. Einige davon sind später per Update auch auf dem S23 Ultra gelandet, den vollen Umfang bekommst du aber auf dem neueren Modell.
Kamera-Zoom. Beide haben dieselbe Hauptkamera, beim starken Zoom trennen sich die Wege. Das S23 Ultra hat ein eigenes Periskop mit zehnfachem optischen Zoom, gut für sehr weit entfernte Motive. Das S24 Ultra setzt auf einen fünffachen optischen Zoom mit deutlich höher auflösendem Sensor und rechnet den Bereich dazwischen sauberer aus. In der Praxis heißt das: Für den mittleren Zoom, den die meisten wirklich nutzen, liefert das S24 Ultra die konstanteren Ergebnisse. Wer regelmäßig auf sehr große Distanz zoomt, hat am S23 Ultra seine Freude.
Rahmen. Das S24 Ultra hat einen Titanrahmen statt Aluminium. Das wirkt hochwertiger und ist widerstandsfähiger. Ein Kaufgrund für sich allein ist es selten, im Gesamtbild eines Geräts, das lange halten soll, zählt es aber mit.
Update-Versorgung. Der Punkt mit dem längsten Nachhall. Samsung nennt für das S24 Ultra eine deutlich längere Versorgung mit System- und Sicherheitsupdates als für das S23 Ultra. Das ist eine Herstellerangabe und kein festes Datum, das wir garantieren, aber die Richtung ist klar: Wenn du das Telefon möglichst lange nutzen willst, hast du mit dem S24 Ultra mehr Puffer nach vorne. Über einen Zeitraum von vielen Jahren ist das der Unterschied, der am Ende am meisten wiegt.
Kauf das S24 Ultra, wenn
- du das Gerät lange behalten willst und dir die längere Update-Versorgung etwas wert ist
- du oft draußen arbeitest und ein helles, entspiegeltes und flaches Display den Alltag angenehmer macht
- du beim Zoom vor allem den mittleren Bereich nutzt und dir der robuste Titanrahmen zusagt
Bleib beim S23 Ultra, wenn
- du den günstigeren Vorgänger-Kurs mitnehmen willst und auf das große Ultra-Paket nicht verzichten möchtest
- du regelmäßig sehr weit entfernte Motive fotografierst und den zehnfachen optischen Zoom wirklich einsetzt
- dir die gebogenen Kanten gefallen und du mit einem Aluminiumrahmen gut lebst
Ein Gedanke, den nur der Gebrauchtkauf ermöglicht
Refurbished verschiebt die Rechnung. Für ähnliches Geld bekommst du oft ein S24 Ultra im Zustand „Gut" oder ein S23 Ultra in einer sehr guten Erhaltung. Wer möglichst wenige Gebrauchsspuren will, ist mit dem älteren Modell in besserem Zustand häufig zufriedener als mit dem neueren in einfacher Erhaltung. Wer die längere Update-Versorgung und das hellere Display des S24 Ultra will, nimmt dafür vielleicht ein paar Spuren mehr in Kauf. Beide Wege sind in Ordnung, es kommt darauf an, was dir wichtiger ist.
Jedes Gerät bei uns wird vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei. So siehst du vor dem Kauf, worauf du dich einlässt.
Fazit
Für die meisten ist das S24 Ultra die etwas zukunftssicherere Wahl: gleiches großes Display-Format, gleiche Hauptkamera, gleicher Akku und Stift, aber ein helleres und flaches Display, der robustere Titanrahmen, mehr Reserve beim Chip samt Galaxy AI und vor allem die längere Update-Versorgung. Das S23 Ultra lohnt sich, wenn du den günstigeren Vorgänger-Kurs mitnehmen willst, die gebogenen Kanten magst oder den extremen zehnfachen Zoom wirklich nutzt. Ein schwaches Gerät ist keines von beiden, es sind zwei unterschiedliche Prioritäten beim gleichen Grundgerüst.