Galaxy S23 oder S24: Welches lohnt sich gebraucht?

Galaxy S23 oder S24: Welches lohnt sich gebraucht?

Talki auf die Schnelle
  • Das Galaxy S23 und S24 sind sich äußerlich fast gleich: kompaktes Format, flache Kanten, dasselbe Kamera-Setup aus Weitwinkel, Ultraweitwinkel und dreifachem Tele.
  • Der eine echte Unterschied, der zählt: Samsung sagt dem S24 sieben Jahre Systemversionen zu, dem S23 vier. Dazu ein helleres, sparsameres Display, etwas mehr Laufzeit und Galaxy AI ab Werk.
  • Mein Rat: Wer das Gerät möglichst lange behalten will, nimmt das S24 wegen der langen Update-Versorgung. Beim S23 bleibst du, wenn dir der günstigere Vorgänger-Kurs wichtiger ist und du in ein paar Jahren ohnehin wieder wechselst.
— Talki, dein Berater

Zuerst die harten Fakten. Der Regler „Nur Unterschiede zeigen" ist voreingestellt, weil bei diesen beiden Modellen vieles gleich ist. Nimm das Häkchen raus, wenn du die komplette Ausstattung nebeneinander sehen willst.

Werte aus geprüften Herstellerangaben. Chip markenübergreifend über einen Benchmark gewertet, Update-Versorgung je Hersteller aus dessen Zusage. Keine Preise.

Was gleich bleibt

Das Wichtigste zuerst, weil es die Entscheidung leichter macht: Beide Geräte sind die kompakten Basis-Modelle ihrer Generation, kein Plus, kein Ultra. Beide haben ein Dynamic-AMOLED-Display mit 120 Hz, das im Alltag gleich flüssig scrollt und ruckelfrei wirkt. Beide setzen auf dasselbe Kamera-Trio: eine 50-Megapixel-Hauptkamera, eine Ultraweitwinkel-Linse und ein Tele mit dreifachem optischen Zoom. Vorn sitzt in beiden Fällen dieselbe 12-Megapixel-Selfiekamera.

Auch beim Anfassen merkst du kaum einen Unterschied. Gewicht und Bauform liegen praktisch gleichauf, beide haben die geraden Kanten, den Metallrahmen und den Schutz nach IP68 gegen Wasser und Staub. Bei Tageslicht sehen die Fotos beider Modelle sehr ähnlich aus. Wer ein handliches Samsung ohne Riesen-Display sucht, ist mit beiden richtig.

Die echten Unterschiede

Update-Versorgung. Das ist der Punkt, an dem sich die beiden am deutlichsten trennen. Samsung nennt für das Galaxy S24 sieben Jahre Android-Versionen und Sicherheits-Updates, für das S23 vier Jahre. Beim S24 ist das eine ausdrückliche Hersteller-Zusage ab Marktstart, kein Versprechen von uns. Beim S23 rechnest du grob bis in die zweite Hälfte der Zwanziger, beim S24 deutlich länger. Wenn du planst, das Gerät fünf Jahre oder mehr zu nutzen, ist das der stärkste Grund fürs S24.

Display. Beide zeigen 120 Hz, aber das Panel im S24 ist die modernere Stufe. Es wird spürbar heller, was bei direkter Sonne den Unterschied macht, ob du den Bildschirm noch gut ablesen kannst. Dazu passt es die Bildrate feiner an den Inhalt an, was der Laufzeit hilft. Die Ränder um das Bild sind beim S24 etwas schmaler. Im dunklen Zimmer sehen beide klasse aus, draußen bei Sonne hat das S24 die Nase vorn.

Akku. Das S24 hat den etwas größeren Akku und das sparsamere Display. Beides zusammen bringt im Alltag spürbar mehr Laufzeit, oft der Unterschied zwischen „muss abends dringend ans Kabel" und „kommt entspannt über den Tag". Riesig ist der Abstand nicht, aber er summiert sich über einen langen Tag.

Tempo und Chip. Hier lohnt ein genauer Blick, weil es beim S24 auf die Region ankommt. Im S23 steckt überall der Snapdragon 8 Gen 2 in der Galaxy-Variante. Beim S24 gibt es zwei Ausführungen: In den USA und einigen Märkten ist es der Snapdragon 8 Gen 3, in Europa der hauseigene Exynos 2400. Beide S24-Varianten sind flott und im Alltag eine Ecke schneller als das S23, das aber selbst heute nicht langsam wirkt. Den Unterschied merkst du eher bei anspruchsvollen Spielen und über die Jahre, wenn Apps schwerer werden, als beim normalen Öffnen und Wischen.

Kamera und Galaxy AI. Die Kamera-Hardware ist praktisch dieselbe, den Unterschied macht die Verarbeitung. Das S24 kam mit Galaxy AI ab Werk, also Funktionen wie Foto-Bearbeitung mit KI-Hilfe und Live-Übersetzung. Einen Teil dieser Funktionen hat Samsung dem S23 später per Update nachgereicht, das S24 ist aber das Gerät, das von Anfang auf diese Extras ausgelegt war. Reine Bildqualität bei gutem Licht: sehr ähnlich. Wer die KI-Werkzeuge nativ und langfristig will, ist beim S24 besser aufgehoben.

Alles andere, was gern in Vergleichstabellen steht, ist bei diesen beiden Geräten identisch oder liegt so dicht beieinander, dass du es im Alltag nicht bemerkst.

Kauf das Galaxy S24, wenn

  • du das Gerät möglichst lange behalten willst und dir die deutlich längere Update-Versorgung wichtig ist
  • du oft draußen bei Sonne aufs Display schaust und die höhere Helligkeit brauchst
  • dir etwas mehr Laufzeit und die Galaxy-AI-Funktionen ab Werk den Aufpreis wert sind

Bleib beim Galaxy S23, wenn

  • du ein starkes, handliches Alltagstelefon suchst und beim Preis den Vorgänger-Bonus mitnehmen willst
  • dir eine feste Update-Zusage über viele Jahre weniger wichtig ist, weil du in ein paar Jahren ohnehin wieder wechselst
  • dir das Kamera-Trio und die 120-Hz-Anzeige reichen und du auf die neuesten KI-Extras verzichten kannst

Ein Gedanke, den nur der Gebrauchtkauf ermöglicht

Neu stellt sich diese Wahl kaum noch, refurbished dagegen schon: Für ähnliches Geld bekommst du oft ein Galaxy S24 im Zustand „Gut" oder ein Galaxy S23 in einem sehr guten Zustand. Wer möglichst wenige Gebrauchsspuren will, fährt mit dem älteren Modell in besserer Erhaltung häufig zufriedener als mit dem neueren in einfacher Erhaltung. Wer die lange Update-Versorgung und das hellere Display des S24 will, nimmt dafür vielleicht ein paar Spuren mehr in Kauf. Beide Wege sind legitim, es kommt darauf an, was dir wichtiger ist.

Jedes Gerät bei uns wird vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei. So siehst du vor dem Kauf, worauf du dich einlässt.

Fazit

Für die meisten, die lange etwas von ihrem Telefon haben wollen, ist das Galaxy S24 die bessere Wahl: gleiche handliche Bauform, gleiches Kamera-Setup, aber deutlich längere Update-Zusage, ein helleres Display, etwas mehr Laufzeit und Galaxy AI ab Werk. Das Galaxy S23 lohnt sich, wenn du den günstigeren Vorgänger-Kurs mitnehmen willst und dir die extralange Versorgung nicht so wichtig ist. Ein schwaches Gerät ist keines von beiden, es sind zwei unterschiedliche Prioritäten.

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