Galaxy S24 Ultra oder S25 Ultra: Welches lohnt sich gebraucht?
- Die beiden Ultras sind sich näher als jedes andere Galaxy-Duo: gleicher 5000-mAh-Akku, dieselbe 200-Megapixel-Hauptkamera, dasselbe 5x-Tele, beide mit S Pen, Titanrahmen und in beiden Regionen mit Snapdragon-Chip statt Exynos.
- Die echten Unterschiede: Das S25 Ultra hat den neueren Snapdragon, eine deutlich höher auflösende Ultraweitwinkel-Kamera, ist etwas leichter mit minimal größerem Display und startet mit einem Jahr mehr Update-Vorlauf. Dafür hat der S Pen des S25 Ultra die Bluetooth-Fernbedienung verloren.
- Mein Rat: Beim reinen Alltag merkst du kaum einen Unterschied. Nimm das S25 Ultra für die Kamera-Detailschärfe und das lange Update-Fenster, bleib beim S24 Ultra, wenn du den Vorgänger-Kurs mitnehmen oder den S Pen mit Fernauslöser behalten willst.
Zuerst die harten Fakten. Der Regler „Nur Unterschiede zeigen" ist voreingestellt, weil bei diesen beiden Modellen fast alles gleich ist. Nimm das Häkchen raus, wenn du die komplette Ausstattung nebeneinander sehen willst.
Was gleich bleibt
Das Wichtigste zuerst, weil es die Entscheidung entspannt: Beide Geräte haben denselben 5000-mAh-Akku, dieselbe 200-Megapixel-Hauptkamera, dasselbe 5x-Periskop-Tele und das gleiche 3x-Tele. Beide tragen einen Titanrahmen, beide haben den S Pen fest im Gehäuse, beide funken in 5G und laden mit derselben Geschwindigkeit. Das Display ist bei beiden ein Dynamic-AMOLED-2X-Panel mit 120 Hz und der matten, entspiegelten Schutzglas-Schicht, die Samsung erst mit dem S24 Ultra eingeführt hat.
Ein Punkt vorab, weil er bei Samsung oft für Verwirrung sorgt: Bei der Ultra-Reihe gibt es keine Exynos-Variante. Beide Modelle stecken in jeder Region einen Qualcomm-Snapdragon-Chip, du musst also nicht darauf achten, ob du eine „schwächere" europäische Version erwischst. Das ist bei den kleineren Galaxy-S-Modellen anders, hier aber kein Thema.
Die echten Unterschiede
Tempo. Im S25 Ultra sitzt der neuere Snapdragon 8 Elite für Galaxy, im S24 Ultra der Snapdragon 8 Gen 3 für Galaxy. Beide öffnen jede App ohne Zögern und stemmen auch fordernde Spiele. Den Sprung merkst du im Alltag kaum, er zahlt aber auf die Reserven ein: Der neuere Chip hat später noch etwas mehr Luft, wenn Apps, Spiele und die Galaxy-AI-Funktionen anspruchsvoller werden.
Kamera. Hauptkamera und beide Teles sind identisch. Der eine echte Unterschied liegt beim Ultraweitwinkel: Das S25 Ultra löst hier deutlich höher auf als das S24 Ultra. In der Praxis heißt das mehr Details bei weiten Landschaften und bei Makro-Nahaufnahmen. Wer viel mit dem Weitwinkel fotografiert, sieht den Unterschied. Wer meistens die Haupt- oder Tele-Kamera nutzt, bekommt bei beiden praktisch dieselben Bilder.
Display und Gewicht. Das S25 Ultra ist einen Tick größer im Bildschirm, hat etwas schmalere Ränder und ist dabei spürbar leichter als das S24 Ultra. Wenn dir das Ultra bisher als Klotz in der Hand zu schwer war, ist das leichtere S25 Ultra der angenehmere Begleiter. Der Unterschied ist klein, aber im Dauerbetrieb fühlbar.
Update-Versorgung. Beide Modelle sind mit demselben langen Versprechen gestartet: Samsung nennt für die aktuelle Ultra-Reihe sieben Jahre Android-Versionen und Sicherheitsupdates. Weil das S25 Ultra ein Jahr später auf den Markt kam, läuft sein Fenster nach diesem Muster voraussichtlich rund ein Jahr länger. Ein festes Enddatum ist keine Garantie, aber der Puffer ist real: Selbst das ältere S24 Ultra ist bei der Update-Versorgung noch für viele Jahre versorgt, das S25 Ultra hat vorne noch etwas mehr Reserve.
Dazu kommt ein Punkt, der ausnahmsweise für den Vorgänger spricht: Der S Pen des S25 Ultra hat die Bluetooth-Funktionen verloren. Beim S24 Ultra kannst du den Stift noch als Fernauslöser für die Kamera nutzen und per Luftgeste durch Folien blättern, beim S25 Ultra geht das nicht mehr. Für die meisten spielt das keine Rolle, wer diese Fernbedienung aber genutzt hat, wird sie am neueren Modell vermissen.
Kauf das S25 Ultra, wenn
- du oft mit dem Ultraweitwinkel fotografierst und die zusätzliche Detailschärfe bei Landschaft und Makro mitnehmen willst
- du das Gerät möglichst lange behalten möchtest und dir der zusätzliche Update-Vorlauf etwas wert ist
- dir das etwas geringere Gewicht wichtig ist, weil dir das Ultra bisher zu schwer in der Hand lag
Bleib beim S24 Ultra, wenn
- du den günstigeren Vorgänger-Kurs mitnehmen willst und dir der Alltag mit beiden Geräten ohnehin gleich schnell vorkommt
- du den S Pen als Kamera-Fernauslöser oder für Luftgesten nutzt und diese Funktion behalten möchtest
- dir die Kamera-Feinheit beim Ultraweitwinkel nicht so wichtig ist, weil du meistens mit Haupt- oder Tele-Kamera fotografierst
Ein Gedanke, den nur der Gebrauchtkauf ermöglicht
Bei zwei so ähnlichen Geräten entscheidet der Zustand oft mehr als das Modelljahr. Refurbished bekommst du für ähnliches Geld häufig ein S24 Ultra in sehr guter Erhaltung oder ein S25 Ultra im Zustand „Gut". Wer Wert auf möglichst wenige Gebrauchsspuren legt, fährt mit dem älteren Modell in besserer Erhaltung häufig zufriedener als mit dem neueren in einfacher Erhaltung. Wer die schärfere Ultraweitwinkel-Kamera und den längeren Update-Puffer will, nimmt dafür vielleicht ein paar Spuren mehr in Kauf. Beide Wege sind legitim, es kommt darauf an, was dir wichtiger ist.
Jedes Gerät bei uns wird vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei. So siehst du vor dem Kauf, worauf du dich einlässt.
Fazit
Diese beiden Ultras trennt weniger als jedes andere Galaxy-Duo. Gleicher Akku, gleiche Hauptkamera, gleiche Teles, gleicher Titanrahmen, gleicher S Pen im Gehäuse. Das S25 Ultra legt beim neueren Chip, beim schärferen Ultraweitwinkel, beim geringeren Gewicht und beim etwas längeren Update-Fenster nach. Das S24 Ultra hält mit dem günstigeren Vorgänger-Kurs dagegen und behält sogar eine Kleinigkeit für sich, den S Pen mit Bluetooth-Fernbedienung. Ein schlechtes Gerät ist keines von beiden, es sind nur zwei sehr dicht beieinander liegende Prioritäten.